Rezension: 'The Searcher' von Tana French

„The Searcher“, Tana Frenchs achtes Mysterium, spielt im Westen Irlands und ist auf den ersten 150 Seiten ein fesselnder Roman über das ländliche irische Leben aus der Sicht eines amerikanischen Außenstehenden. Auf den ersten Blick scheint das Buch kaum ein Mysterium zu sein – sicher, ein junger Mann wird vermisst, aber außer dem kleinen Bruder des Mannes, Trey, scheint niemand zu besorgt zu sein, und es taucht keine Leiche auf, und die Chancen stehen gut, dass der Typ wahrscheinlich gerade gegangen ist Stadt.

Der amerikanische Außenseiter ist Cal Hooper, ein Chicagoer Polizist, der sich scheiden ließ, vorzeitig in Rente ging und in sein angestammtes Haus umgezogen ist, um ein wenig Ruhe zu finden. Er ist beeindruckt von der Schönheit der irischen Landschaft – den Steinzäunen, den grünen Feldern, den Bergen in der Ferne, dem sich ständig verändernden Himmel. Er mag sogar den Regen.

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Aber oh, welche Geheimnisse und Gefahren diese Landschaft birgt. Sie kriechen auf den Leser ein, wie sie auf Hooper kriechen.

„The Searcher“ ist in vielerlei Hinsicht ein Aufbruch für das Französische – die dritte Person, die amerikanische Protagonistin, die ländliche Umgebung im Westen Irlands, die Aufgabe ihres geliebten Dubliner Mordkommandos. Aber auch sonst ist das Buch klassisch französisch. Es hat ihr scharfes Auge für Charaktere, ihr ausgezeichnetes Ohr für Dialoge und vor allem ihre erzählerische Kontrolle, während sie die Geschichte immer enger wickelt und die Spannung immer höher steigert.

Der Charakter von Trey ist liebenswert, ein fast wildes Kind, das aus Armut und Traumata kommt, wie so viele Kinder in Frenchs Büchern. Ängstlich wie ein Reh späht Trey Hooper aus den Ginsterbüschen aus und späht durch seine Fenster. Langsam, vorsichtig nimmt Hooper das Kind unter seine Fittiche, „redet, als würde er mit einem streunenden Hund in seinem Garten reden, ruhig und gleichmäßig“, und gemeinsam arbeiten sie daran, einen alten Schreibtisch zu restaurieren, den er im Haus gefunden hat.

Aber Trey hat eine Agenda: Er will mehr als eine Vaterfigur. Er möchte, dass Hooper seinen Bruder findet. Zuerst sagt Hooper nein, aber langsam wird er in das Geheimnis hineingezogen. Während sich die Spannung aufbaut, werden weitere Geheimnisse enthüllt – das seltsame Schlachten von Schafen auf den Feldern, harte Fremde aus Dublin, die herumhängen, und ein wachsendes Gefühl von Groll und Misstrauen bei den Stadtbewohnern. Der Suchende von Tana French

In „The Searcher“ geht es sowohl um die Aufklärung eines Verbrechens als auch um die nahezu Unmöglichkeit, in eine Inselgesellschaft einzubrechen, deren Geschichte, Traditionen und Erinnerungen Hunderte von Jahren zurückreichen.



Du kannst nicht einfach einziehen und schön machen. Es gibt zu viele unausgesprochene Variablen – wem gehörte das Haus vor Ihnen? Wem gehörte das Land? Wessen Bruder/Onkel/Großvater war in der IRA? Welche Familie hat Probleme mit welcher anderen Familie, und wie kann es passieren, dass Sie versehentlich Partei ergreifen?

Im klassischen Tana-Französisch-Stil ist in diesem Roman nichts und niemand so, wie es scheint. Nicht Trey, nicht Hoopers Nachbar, nicht einmal der vermisste Bruder.

Dies ist ein Gebiet, das andere irische Schriftsteller auf viele verschiedene Arten behandelt haben, darunter Dermot Healy, Anna Burns und William Trevor. In Frenchs Händen werden die unausgesprochenen Zugehörigkeiten und der alte Groll sogar für einen alten Chicagoer Polizisten grenzwertig. Als Hooper die örtliche Kneipe besucht, um sich zu verabreden, wird die Nacht der guten alten Jungs unheilvoll, da die Tests an Hooper immer gefährlicher werden. Er erkennt, dass es unter der Oberfläche vieles gibt, was er nicht verstehen kann. Schon die Lieder, die in der Kneipe gesungen werden, sind eine Warnung: „Was immer du sagst, sag nichts.“

Weiser Ratschlag. Wenn Hooper nur zugehört hätte.

Laurie Hertzel ist Chefredakteurin für Bücher bei der Star Tribune. @StribBooks

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Der Suchende
Von: Tana French.
Verlag: Viking, 464 Seiten, 27 $.