Rezension: 'The Love Song of Miss Queenie Hennessy' von Rachel Joyce

Rachel Joyce hatte gesagt, dass sie keine Fortsetzung ihres entzückenden Romans von 2012 „Die unwahrscheinliche Pilgerfahrt von Harold Fry“ schreiben würde, und das hat sie nicht; Dieses neue Buch ist keine Fortsetzung, sondern ein Begleiter.

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„Harold Fry“, ein internationaler Bestseller und lange Liste für den Man Booker Prize, war die bewegende Geschichte eines älteren Mannes, der durch England ging, um sich von seinem sterbenden Freund zu verabschieden. Es war eine unerwartete Freude, ein Buch, das so leicht ins Twee oder Süße hätte fallen können, aber stattdessen mit Schmerz, Weisheit und Humor unterlegt war.

„The Love Song of Miss Queenie Hennessy“ umfasst den gleichen Zeitraum, die gleichen Ereignisse, aber es wird von Queenie erzählt, der Freundin, die in ihrem Hospizbett liegt und auf Harolds Ankunft wartet.

Wie „Harold Fry“ ist „Queenie“ entzückend und dunkel. Tod, Pflicht und Bedauern überschatten fast jede Seite, aber die Dunkelheit ist nicht unerbittlich; Es gibt Humor und es gibt Licht.

Auf den ersten 20 oder 30 Seiten schreibt Joyce sorgfältig, vielleicht zu stark eingeschränkt durch die Notwendigkeit, dem früheren Roman zu folgen. Aber schließlich entspannt sie sich und das Buch öffnet sich wunderbar und zeichnet ein bemerkenswertes Bild des Alters aus der Sicht eines Menschen am Ende seines Lebens. Futterlader Rachel Joyce

Die Geschichte ist reich an Rückblenden, erzählt durch eine Reihe von Briefen, die Queenie angefangen hat, Harold zu schreiben, während sie wartet. Aus diesen Briefen erfahren wir den Schlüssel zu ihrer Beziehung: Queenie hat Harold ihr ganzes Leben heimlich innig geliebt und liebt ihn immer noch. Sie birgt andere Geheimnisse sowie ein tiefes Bedauern, von denen einige Harolds Sohn betreffen, der sich umgebracht hat.

Der Akt des Schreibens hält Queenie am Leben; sie muss Harold alles erzählen; sie braucht seine Vergebung und Absolution. Sie kann nicht sterben, bis er alles weiß, und so legt sie ihre schmerzhaften Geheimnisse offen, wie der heilige Augustinus, der seine Sünden bekennt.



Der Humor des Buches kommt aus der unerwarteten Quelle des St. Bernadine's Hospiz, das ein fröhlicher Ort zu sein scheint, um die Tage zu beenden. Die Nonnen sind fröhlich und seltsam entspannt; die schrulligen alten Bewohner plaudern und scherzen, schwelgen in Erinnerungen, machen einen Spaziergang durch den Garten, veranstalten gelegentlich eine Trinkparty und verfolgen Harolds Fortschritte durch die stetige Ankunft seiner Postkarten.

Trotzdem sterben Charaktere. Von Zeit zu Zeit taucht ein Patient nicht im Tagesraum auf und der Transporter des Bestatters wird draußen gesichtet. Ärzte schweben über Queenies Bett und sprechen bedrohlich: 'Es gibt weitere Schwellungen.' 'Das Schmerzpflaster war heute Morgen frisch.' 'Kann sie Flüssigkeit aufnehmen?'

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Dies ist ein dunkles Buch, viel dunkler als „Harold Fry“. Aber Joyce ist so geschickt, dass die Dunkelheit verschwindet, wenn das Buch zu Ende ist und Sie den Deckel schließen. Was dir im Gedächtnis bleibt, ist das Licht von Queenies unerschütterlicher Liebe.

Laurie Hertzel ist Star Tribune Senior ­Redakteurin für Bücher. Auf Twitter: @StribBooks.