Kritik: Rocker Patti Smith hat immer noch die Macht in Minneapolis

Patti Smith, die Dichterpreisträgerin des Punkrock, war nie eine, die ihren Mund hielt.

'Ich habe seit dem republikanischen Kongress nicht mehr so ​​viele Menschen ohne Maske gesehen', sagte Smith am frühen Samstagabend auf dem Surly Brewing Festival Field in Minneapolis, kurz nachdem sie ihre eigene Gesichtsmaske abgenommen hatte.

Smith forderte die öffentliche Sicherheit der Pandemie. Und wie immer forderte sie die Menschen auf, zu träumen, abzustimmen, zu streiken, zu lieben, zu erschaffen und „Ihre Stimme zu benutzen“. Der Rock Hall of Famer und preisgekrönte Memoirenschreiber mischte Politik mit Poesie und rhythmischem Rock 'n' Roll in einer manchmal emotionalen, manchmal kunstvollen, manchmal zerlumpten und schließlich gewinnenden 100-minütigen Outdoor-Performance.

Bei ihrem ersten Auftritt in Twin Cities seit vier Jahren lobte Smith die kürzlich verstorbenen Musikerfreunde Grant Hart aus Minnesota undTony Gloversowie der Anführer der Grateful Dead, Jerry Garcia, von dem sie sagte, dass er am 1. August geboren wurde und am 9. August starb, sodass sie immer noch die neuntägige Jerry Week feierte.

Smith grüßte Bob Dylan, obwohl sie nicht zugab, dass sie sich in seinem Heimatstaat aufhielt oder eine Rolle bei der Annahme seines Literaturnobelpreises spielte (sie sang sein 'A Hard Rain's A-Gonna Fall' bei der Zeremonie er war in Stockholm nicht dabei, aber sie hat den Text vertauscht).

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Sie lieferte am Samstag 'A Hard Rain' mit Brille und einem handgehaltenen Textblatt. Als die wortreiche Breitseite sich immer weiter fortsetzte, wurde ihre Dringlichkeit immer dringlicher. 'Wo Schwarz die Farbe ist', rief sie mit durchdringendem Vitriol, 'wo keine Zahl ist.' Ihre geballten Fäuste, ihr Flehen an die Menge, den Refrain mitzusingen, und ihr Rufen der Coda „Bob Dylan, lange möge er siegen“ zeugten von der Kraft und Intensität dieser Lektüre. Patti Smith tritt am Samstag, den 7. August 2021, im Surly Field in Minneapolis auf. ] ANTRANIK TAVITIAN • anto.tavitian@startribune.comDie Leute genießen Auftritte von Gregory Alan Isakov und der Rock Hall of Famer Patti Smith im Surly Field am Samstag, den 7. August 2021, in Minneapolis.

Während des Rests des Sets schien Smith am stärksten zu sein, wenn sie Material von Anfang ihrer Karriere erneut aufsuchte. Sie eröffnete mit „Redondo Beach“, dem angesagten Reggae-Groove aus ihrem großartigen Debütalbum „Horses“ von 1975. Tanzt irgendein Rocker – geschweige denn einer, der 74 Jahre alt ist – mit mehr interpretatorischer Anmut und gefühlvoller zu seiner eigenen Musik?

Ihr berauschendes Mashup aus 'Land' und 'Gloria', ebenfalls aus 'Horses', war der unbestreitbare Höhepunkt, komplett mit einem improvisierten poetischen Schimpfwort über COVID-19. Zwei weitere Oldies, „Pissing in the River“ und „Dancing Barefoot“, belebten die 3.500 Zuschauer ebenfalls.

Zur Abwechslung bot Smiths langjähriger Mitarbeiter, Gitarrist Lenny Kaye, ein Medley aus 'I'm Free' der Rolling Stones und 'Walk on the Wild Side' von Lou Reed, das er Soul Asylum widmete, 'meinem Lieblings-Minneapolis'. Band.' In Smiths Band waren auch die langjährigen Mitglieder Jay Dee Daugherty am Schlagzeug und Tony Shanahan an Keyboards und Bass sowie ihr Sohn, der Gitarrist Jackson Smith, der ein raffiniertes Garcia-artiges Solo auf 'Grateful' spielte.

Im Konzert teilt Smith immer mit, was sie denkt. In einem humorvollen Moment entschuldigte sie sich am Samstag für das Spucken auf der Bühne und räumte dann mit einem Handtuch hinter sich her. Ernsthafter wies sie darauf hin, dass sie am Freitagabend in Evanston, Illinois, bei ihrem ersten US-Gig seit März 2020 nur sieben Songs spielen durfte (bevor der Regen die Sache verkürzte). In Minneapolis erstreckte sich die Setlist auf 14 Auswahlen.

Der Samstag war nicht der befriedigendste von Smiths Twin Cities-Auftritten, die auf eine Poesielesung im Jahr 1972 im Walker Art Center zurückgehen. Sie hat unvergessliche Shows in der First Avenue präsentiert, und es ist schwer, sie zu übertreffen2017 Northrop-Konzertin dem sie 'Pferde' in seiner Gesamtheit und weitere 50 Minuten ihrer transzendenten Kunst aufführte. Die Performance am Samstag zog sich zeitweise in die Länge, es fehlte an Schwung und endete in Frustration.

Smiths Mikrofon funktionierte während eines Großteils der Zugabe von 'People Have the Power', ihrer immer befreienden und stärkenden Hymne von 1988, nicht. Warum hat ihr Tontechniker so lange gebraucht, um sie über das Problem zu informieren und es zu beheben?

„Ich habe mich gefragt, es muss etwas Großartiges passiert sein“, scherzte sie. 'Du bist mich losgeworden.'

Dann konzentrierte sie sich neu und brachte das Konzert auf Hochtouren, vermischte Gesang und Poesie, Politik und Hoffnung und beschwor die Gläubigen um ihre Macht. „Wir können die Welt umdrehen“, sagte sie. „Vergiss es nicht. Verwenden. Ihre. Stimme.'

Sherwin-Williams Himmelssturz

Smith benutzt ihren nach all den Jahren immer noch, heftig und kunstvoll.

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