Unterwegs mit Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin

Viele wetten, dass die dreimalige Olympiamedaillengewinnerin Mikaela Shiffrin die höchstdekorierte Skifahrerin aller Zeiten wird. Als jüngste Athletin mit 60 Weltcup-Siegen ist sie auch die erste Skifahrerin, die in allen sechs Disziplinen gewonnen hat: Slalom, Parallel, Riesenslalom, Super-G, Abfahrt und Alpin-Kombination.

In dieser Skisaison plant Shiffrin, an ungefähr 28 Weltcup-Rennen teilzunehmen, ein Ziel, das nur sehr wenige Athleten versucht haben. Hier spricht die 24-Jährige über Reisen, Jetlag, Musik und die Kraft der Mama.

Dave Lee, WCCO-Ersatz

F: Jetlag: Wie gehen Sie um?

A: Hydratation ist wichtig. Auf Reisen trinke ich viel Wasser, oft mit Saft für Elektrolyte angereichert. Am Ziel angekommen (wir fliegen immer nachts), setze ich mich gleich dem Licht aus und versuche mich an die Zeitzone anzupassen. Bewegung hilft sehr, wenn ich also Zeit habe, gehe ich ins Fitnessstudio. Das Schlimmste, was man tun kann, ist ein Nickerchen zu machen. Es erschwert nur die Akklimatisierung. Nachts nehme ich vielleicht Melatonin, aber mit Nahrungsergänzungsmitteln muss ich vorsichtig sein, da sie mich am nächsten Tag lethargisch machen können.

Alessandro Trovati, Associated Press Shiffrin tritt am 23. November bei einem alpinen Ski-Slalom der Frauen in Levi, Finnland, an.

F: Was bringen Sie mit, um sich wie zu Hause zu fühlen?

A: Ich habe gerne Kerzen neben meinem Bett. Im Moment habe ich eine rosa Pfingstrose. Außerdem reise ich mit einer superweichen Decke, die mir ein Mitglied des italienischen Skiteams geschenkt hat. Das Beste ist natürlich, meine Mutter die meiste Zeit der Wettkampfsaison bei mir zu haben. Wenn Sie mit der Familie reisen können, ist das Zuhause.



F: Musik ist ein großer Teil Ihrer Routine. Was steht jetzt auf deiner Playlist?

Anne Hathaway Matthew McConaughey Aviron

A: Ich habe eine Playlist, um mich auf das Rennen vorzubereiten und eine andere zum Chillen. Meine Rennvorbereitung umfasst Klassiker wie Eminem „Guts Over Fear“ mit Sia, One Republic, Red Hot Chili Peppers, Dua Lipa, Imagine Dragons, Kygo. Zur Entspannung mag ich unkomplizierte, gefühlvolle Melodien von Künstlern wie London Grammar, dem italienischen Pianisten Ludovico Einaudi und Olafur Arnalds, deren Musik wie symphonische Schlaflieder klingt.

F: Wie entspannen Sie sich?

A: Während des Wettbewerbs versuchen wir immer, Hotels mit oder in der Nähe eines Schwimmbads zu finden. Skifahren ist hart für den Rücken. Ins Wasser zu tauchen – ich schwimme normalerweise und gehe einfach hin und her, ohne wirklich zu schwimmen – ist wie eine Massage für das Lymphsystem und großartig für die Erholung. Ich spiele auch Gitarre. Ich bringe eine kleine Lagerfeuergröße, wie eine Ukulele, mit auf die Straße.

F: Was tun Sie gegen Angstzustände?

A: Abgesehen von Atemtechniken helfen die aufmunternden Gespräche meiner Mutter. Auch wenn sie die Angst und Besorgnis nicht nehmen mögen, ihre weisen Worte – „Was könnte wirklich schief gehen? Gewinnen ist nicht alles. Bring einfach dein Bestes zum Skifahren raus“ – zentriere mich. Wenn mir im Hospitality-Zelt die Nerven auf die Nerven gehen (das Warten neben den Mitbewerbern kann angespannt werden), fahre ich vor meinem Rennen noch Freeski, wenn es präparierte Pisten in der Nähe des Veranstaltungsortes gibt. Die Bewegung und zu sehen, wie Menschen den Sport genießen, bringt mir Frieden.

F: Was ist Ihr Traumurlaub?

A: Auf jeden Fall ein Strandurlaub. Hawaii ist mein glücklicher Ort. Unsere Familienausflüge führten immer nach Maui, wo wir radelten, wanderten, windsurfen und einfach nur den Sonnenuntergang beobachteten. Ich würde auch gerne auf die Malediven fahren.

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F: Welche Hotels im Weltcup-Circuit sind Ihre Favoriten?

A: Ich liebe den Charme kleiner, familiengeführter Hotels, in denen der Service persönlich ist und die Mitarbeiter zu Freunden werden. Meine Favoriten sind das Hotel Grätschwirt in Toblach, Italien. Hotel Scheffers in Altenmarkt, Österreich. Bever Lodge in Bever, Schweiz. Hotel Payerbacherhof in Semmering, Österreich. Die Panorama-Lodge im Sarntal, Italien.

F: Welche Skigebiete sollten Amerikaner kennen?

A: Zum Skifahren in der Spätsaison kann es in Squaw Valley [Kalifornien] und Arapahoe Basin [Colo.] aufgrund der Höhenlage bis Juli noch Schnee geben. In Europa bin ich in Andorra in einem Resort namens Soldeu gefahren, das schön war und sich gut mit einem Besuch im 2,5 Stunden entfernten Barcelona verbinden ließ. Der Kronplatz in der Südtiroler Dolomitenregion ist atemberaubend und bietet fantastisches Essen. Jedes Mal, wenn ich dort bin, wünschte ich, ich könnte im Urlaub sein, anstatt zu arbeiten!

F: Was ist Ihr Lieblingsstopp auf der Strecke?

A: Killington [Vt.] ist das Besondere. Es zieht mehr Zuschauer an als jedes andere Frauenrennen im Weltcup und hat für mich die energiegeladenste, spaßigste Atmosphäre.