Schuldgefühle: Naomi Watts und Robin Wright in 'Adore'

Mit Robin Wright und Naomi Watts als lebenslange beste Freundinnen, von denen jeder eine Affäre mit dem Sohn des anderen hat, schafft es 'Adore', absurd und fesselnd, spektakulär hinreißend und schamlos kitschig zu sein – und unwiderstehlich unterhaltsam.

Auf dem Sundance Film Festival im letzten Winter (wo es als 'Two Mothers' bekannt war) zog 'Adore' Gekicher auf, das vielleicht unangemessen erschienen wäre, wäre da nicht die seltene und wunderbare Verwandtschaft des Films mit den 'Frauenbild'-Melodramen von einst – Filmen der 1940er-Jahre wie 'Old Acquaintance', 'Mildred Pierce' und 'Now, Voyager', die alle, wie ihre Fans wissen, reichlich Humor bieten, wenn sie nicht gerade Tränen vergießen.

Man kann mit Sicherheit sagen, dass Bette Davis und Joan Crawford 'Adore' lieben würden, das trotz seiner Starpower und üppigen Produktionswerte noch keine Kinostartpläne für die Twin Cities hat. Es ist ein Publikumsfilm, wie bei Sundance bewiesen, aber seine Seifenopern sollten auch zu Hause gut spielen; es ist jetzt auf Abruf über iTunes, Amazon Instant Video und Pay-Kabel verfügbar.

Die französische Regisseurin Anne Fontaine, die Doris Lessings Novelle „The Grandmothers“ adaptiert, ist außerdem mit einer australischen Küstenkulisse, zwei klugen und schönen Schauspielern in Watts und Wright und zwei zerrissenen jungen Kerlen – James Frecheville und Xavier Samuel – gesegnet, die genauso gut könnten Seien Sie Dolce- und Gabbana-Modelle für alles, was sie hier tun sollen.

Trotz einer frühen Szene, in der Roz (Wright) und Lil (Watts) ihre Beefcake-Nachkommen aus der Ferne bewundern, ist es Lils Sohn Ian (Samuel), der das Melodram in Gang setzt, indem er ein Theaterstück für den unglücklich verheirateten Roz dreht, der sich erwidert und dann etwas. Wie um sich zu rächen, verführt Roz' anfangs empörter Junge Tom (Frecheville) die verwitwete Lil.

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Quelle: Rentrak Corp. (19.-25. August)

Schon bald werden die Affären nicht nur offen, sondern rundum gefördert, denn dieses überaus exzentrische und aufgebauschte Quartett beschreitet einen neuen Weg, um alles in der Familie zu halten. Und dann gibt es unweigerlich Ärger im Paradies.

Trotz einiger klassischer Wendungen der brillanten Hauptdarsteller wird 'Adore' einigen Zuschauern sicherlich als unvorstellbar erscheinen. Aber zu weit zu gehen ist genau das, worum es in dem Film – oder Melodram – geht.

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Als er 1945 'Mildred Pierce' rezensierte, zeigte der Kritiker der New York Times, Thomas M. Pryor, mit dem Daumen nach unten (der Nerv dieses Mannes!), aber er schaffte es immer noch, die Herausforderung und den Reiz des Filmgenres zu erfassen: 'Wenn Sie [die Films] ziemlich anspruchsvolle Prämisse – und es gab nicht wenige Damen im [Theater], die häufig mit offensichtlichem Vergnügen Tränen löschten – dann ist 'Mildred Pierce' genau das gequälte Drama, auf das Sie gewartet haben.'

Warum warten? Das unsterbliche 'Mildred Pierce' steht wie 'Old Acquaintance' und 'Now, Voyager' zum Streamen über Vudu zur Verfügung.

Für andere, weniger bekannte Klassiker der weiblichen Überzeugung gibt es Warner Archive Instant, einen neuen VOD-Abonnementdienst voller Vintage-Melodramen, darunter „I'll Cry Tomorrow“ und das schöne, kitschige, tragischerweise unterschätzte „My Dream Is Yours“. “ mit einer jungen Doris Day in der Hauptrolle.

Mit 10 US-Dollar pro Monat mögen die Gebühren für den Warner-Kanal (dessen Titel alles von 'Die satanischen Riten von Dracula' über 'Die Welt nach Garp' und 'McCabe and Mrs. Miller' umfassen) hoch erscheinen. Aber wie jeder Liebhaber von Frauenbildern weiß, kommt Vergnügen selten, wenn überhaupt, ohne Opfer.

Rob Nelson ist Mitglied der National Society of Film Critics, dessen Rezensionen regelmäßig in der Fachzeitschrift Variety erscheinen.