Daryl Hall & John Oates landen endlich auf der State Fair

Ungefähr 45 Jahre nach ihrem Debüt in Twin Cities, 29 Jahre nach ihrem letzten Hit und 16 Jahre nach ihrem letzten Album mit Originalmaterial gaben Daryl Hall & John Oates – das meistverkaufte Duo der Rockgeschichte – am Mittwoch ihr Debüt auf der Minnesota State Fair.

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Und fünf Jahre nach der Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame war Hall & Oates die Tribüne – alle 13.177 Plätze – im Voraus ausverkauft.

Vielleicht war es das lange Warten – vor allem, da Hall & Oates dank des Airplays auf KQRS in den Twin Cities landesweit zu brechen begann – aber Hall schien am Mittwoch unruhig zu sein.

Nach all den Jahren scheint sich der Sänger/Gitarrist/Keyboarder aus Philadelphia nicht auf diese engen Arrangements von Songs beschränken zu wollen, die Hall & Oates in den 70er Jahren zu blauäugigen Soulhelden und MTV-Synth-Pop-Klammern in den Jahren gemacht haben. 80er Jahre. Nein, er will der abenteuerlustige Musiker sein, der von 2007-16 in der Webserie „Live from Daryl’s House“ mitspielte.

Deshalb fand Hall am Mittwoch auf „Method of Modern Love“ einen modernen EDM-Groove, machte sich bei „Kiss on My List“ Freiheiten bei der Melodie, riff am Ende wie Al Green in „One on One“ und versuchte, die verführerische Seele umzudrehen von „I Can't Go for That (No Can Do)“ in einen Jazz-Funk-Jam, der nie Feuer fing.

Tatsächlich fing die 90-minütige Aufführung selten Feuer, auch wegen Halls Stimme. Der 72-Jährige war nicht so heiser, wie er letztes Jahr im Xcel Energy Center (mit Train als Vorgruppe) klang oder gesanglich so beeindruckend wie 2017 in St. Paul (mit Tears for Fears). JEFF WHEELER Daryl Hall, links, und John Oates früh am Mittwochabend auf der Tribüne der Minnesota State Fair.

Hall nahm nicht nur die meisten Lieder in tieferen Tonarten auf (kein Verbrechen), sondern seine Tonlage schwankte von Zeit zu Zeit. Seine Stimme hat ihre Schönheit verloren, aber nicht ihre Leidenschaft oder Kraft.



Er sang, als würde es ihn noch interessieren, besonders bei einer zutiefst gefühlvollen Lesung von „Sara Smile“ – komplett mit einigen improvisierten Passagen – an einem Flügel. „One on One“ zeigte sein ansprechendes Falsett und sein verführerisches Flair für kirchliches Zeugnis. Und bei den knackigen Versionen von „Rich Girl“ und „Private Eyes“ während der Zugabe war er von seiner H&O-Beste.

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Gesangsharmonien von sechs Bandmitgliedern – alle außer dem Schlagzeuger – trugen zu Halls Performance bei.

Der 71-jährige Oates, immer die zweite Geige nach Hall, nahm auf dem tiefen Track „Is It a Star“ aus dem Jahr 1974 eine stimmliche Wendung, einer dramatischen, weltraumbefeuerten Rock’n’Soul-Nummer, die wie eine Ablehnung von Earth, Wind & Fire klang. Oates war auch auf einem Cover von 'You've Lost That Lovin' Feelin' zu sehen, das verblasste, nachdem die überarbeiteten Righteous Brothers es letztes Jahr auf der State Fair aufführten.

Oates schrieb ein paar Gitarrensoli, aber das meiste Rampenlicht der Gitarre strahlte auf Shane Theriot, einen ausdrucksstarken Solisten, der diesmal weniger Möglichkeiten hatte als zuletzt. Sogar der langjährige H&O-Saxophonist Charlie DeChant, der eine glitzernde Brokat-Sportjacke trug, die aus Morris Days Schrank stammen könnte, wurde mehr als sonst gezügelt.

In dieser speziellen Show ging es um Hall. Während der Zugabe sprach er darüber, dass Philadelphia, seine Heimatstadt und Minneapolis „vom selben Ort stammen“. Er musste Prince nicht namentlich erwähnen, aber nichts ist mit ihm vergleichbar – besonders Daryl Hall in einer freien Nacht.

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Im Vergleich zu Tears for Fears or Train war der diesjährige Vorband G. Love and Special Sauce auffallend unauffällig und zurückhaltend. Der Folk-Blues des Philly-Trios war eher lässig als zwingend, und ihre alten alternativen Hip-Hop-Songs, insbesondere 'Baby's Got Sauce' und 'Cold Beverage', schienen weniger vital und frisch zu sein, als sie Mitte der 90er Jahre auf Rev . fest verankert waren 105, der ultra-angesagte, aber inzwischen nicht mehr existierende Twin Cities-Radiosender, dem Love einen Gruß gab.